Studien über Schach
Zusammenfassung der Studien
Uni Trier (2005) — Deutschland, 4 Jahre
Vergleich zweier Schulen über vier Jahre: an einer Schule wurde Schach unterrichtet, an der anderen nicht. Der positive Effekt von Schachunterricht wurde bestätigt. Getestet wurden Konzentrationsfähigkeit, Intelligenz, Rechtschreibfähigkeit und schulische Integration.
Texas-Studie — USA, Elementarstufe
„Normale“ (nicht ausgezeichnete) Schüler der 3.–5. Klasse, die an einer Schul-Schach-AG teilnahmen, zeigten doppelt so große Fortschritte in Mathematik und beim Lesen wie Nicht-Schachspieler.
New Brunswick — Kanada, 437 Fünftklässler
Drei Gruppen, Lehrplanergänzung Schach im Mathematiklehrplan. Erhöhte Fähigkeit zum Verständnis und zur Lösung mathematischer Fragestellungen — proportional zum Anteil des Schachspiels am Lehrplan.
Dr. Albert Frank — Zaire, 92 Schüler (16–18 J.)
Signifikante Verbesserungen bei räumlichem Vorstellungsvermögen, Zahlenverständnis, verwaltungsgerichteten Fähigkeiten und — zugleich — im sprachlichen Bereich. Die Verbesserungen traten unabhängig vom erreichten schachlichen Kenntnisstand auf.
Belgische Studie — Fünftklässler, Piaget-Test
Statistisch signifikanter Fortschritt in den kognitiven Fähigkeiten (Piaget-Test). Bemerkenswert: deutlich bessere Ergebnisse in schulischen Leistungsnachweisen und auch in Tests einer externen Agentur, der die Gruppeneinteilung nicht bekannt war.
Amerikanische 4-Jahres-Studie — USA, 15 Schüler
Statistisch nicht gesichert (nur 15 Teilnehmer), aber die schachspielende Gruppe schnitt durchgehend besser ab als Kontrollgruppen in anderen Entwicklungsprogrammen. Kriterien: Watson-Glaser Denkfähigkeits-Untersuchung und Torrance-Test für kreatives Denkvermögen.
„Lernen zu denken“ — Venezuela, 4.266 Zweitklässler
100.000 Lehrer wurden in der Vermittlung von Denkfähigkeiten fortgebildet. Schlussfolgerung: Schach, methodisch gelehrt, beschleunigt den IQ-Zuwachs bei Mädchen und Jungen aller sozial-ökonomischen Schichten im Grundschulalter deutlich.
New York City — USA, 5 Städte, 2 Jahre
Je zwei Klassen pro Schule. Die Gruppe, die in Schach und Logik unterrichtet wurde, erreichte deutlich höhere Leistungen im Lesen als die Kontrollgruppe, die zusätzlich in Grundfertigkeiten (Lesen, Mathematik, Soziales) unterrichtet wurde.